Rückrundenstart in der DTTL
Jülich - Grenzau + Ochsenhausen - Fulda Dienstag ab 19:00 Uhr im DTTL Live Ticker
Die Deutsche Tischtennis Liga – DTTL startet am heutigen Dienstag, den 12. Januar 2010, in die Rückrunde. Nach der kurzen Winterpause stehen mit den Partien TTC indeland Jülich gegen TTC Zugbrücke Grenzau (12.01.09; 19:00 Uhr) und TTF LIEBHERR Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (12.01.09; 19:30 Uhr) zwei absolute Kracher auf dem Programm. Beide Partien werden natürlich wie gewohnt im DTTL Live Ticker auf www.DTTL.tv übertragen.
Für Tabellenschlusslicht Jülich geht es beim Überraschungsteam der bisherigen Saison aus Grenzau darum den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren. Grenzau möchte nach der überraschenden Niederlage gegen Hanau zu Beginn des neuen Jahres wieder seinen Weg Richtung Playoff-Platz fortsetzen. Die Jülicher stehen schon etwas mit dem Rücken zur Wand und befinden sich in Zugzwang, gelten andererseits aber als heimstark und haben Topspieler Yang Zi, der gegen Bremen schmerzlich vermisst worden war, wieder an Bord. Der Linkshänder aus Singapur war bei den Grand Finals der Pro Tour in Macao mit Landsmann Gao Ning bis ins Doppelfinale vorgestoßen, musste dort aber dem DTTL-Duo Boll/Süß zum Sieg gratulieren, das sich in allen Belangen überlegen zeigte.
Nicht zuletzt aufgrund der guten Form ihres Topspielers aus Singapur hält Jülichs Trainer Johannes Dimmig die Aufgabe gegen den Favorit aus Grenzau für lösbar: „Das wird eine offene Partie zwischen Grenzau und uns. Die Vorzeichen stehen ganz gut." Allerdings ist der 30-jährige Coach auch nicht euphorisch: "Grenzau wird mit Sicherheit gefährlicher sein als eine Woche zuvor gegen Hanau. Sie werden aus ihren Fehlern gelernt haben und mit einer besseren Vorbereitung nach Jülich reisen. "
Grenzaus Präsident Manfred Gstettner, der mit der Darbietung seiner Truppe gegen Hanau ausgerechnet an seinem 74. Geburtstag gar nicht zufrieden sein konnte, fährt durchaus zuversichtlich an den Niederrhein: "Jedes Spiel in der DTTL muss mit vollem Elan angegangen werden, da man sonst auch gegen vermeintlich schwächere Teams den Kürzeren zieht. Da wir dies zuletzt gegen Hanau erlebt haben, rechne ich in Jülich mit einer besseren Leistung unserer Mannschaft."
Ein handfestes Duell zweier Play-Off-Aspiranten mit einem gewissen Endspielcharakter für TTF LIEBHERR Ochsenhausen erwartet die Zuschauer im Biberacher BSZ bei der Partie gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Ungeachtet der tatsächlichen Qualitäten der Oberschwaben, wie sie etwa in der europäischen Königsklasse unter Beweis gestellt wurden, liegt die Mannschaft nach Abschluss der Vorrunde mit 8:10 Zählern auf Rang sechs und muss nun am Dienstag zum Angriff blasen, will man nochmals im Rennen um die vier begehrten Playoff-Plätze mitmischen.
Die Waldner-Truppe aus der Rhön hat vor der Partie komfortable sechs Zähler Vorsprung vor dem Rivalen und die „Bank“ Wang Xi im Bordgepäck. Im Fall eines Sieges wäre man von Ochsenhausen in dieser Runde jedenfalls nicht mehr zu gefährden. Acht Punkte in acht Spielen kann man im Fernduell mit einer Spitzenmannschaft nicht wettmachen. Sollte der Worst Case eintreten, könnten die TTF allenfalls noch den Versuch starten, aus dem Trio Saarbrücken/Grenzau/Frickenhausen zwei Kontrahenten hinaus zu kegeln - aber auch dazu dürfte man dann kaum mehr etwas verlieren.
In einem mitreißenden Duell zweier gleichwertiger Mannschaften unterlagen die Maberzeller am 27.12. den Ochsenhausenern in der Westfalenhalle beim DTTB FINAL FOUR 2:3 - trotz eines nicht bezwingbaren Wang Xi. Damals fehlte den Osthessen allerdings der inzwischen wieder hergestellte „Tischtennis-Mozart“ Waldner aufgrund einer Magen-Darm-Infektion.
In Ochsenhausen sieht man die Lage realistisch, weiß dass es sich um ein Schlüsselspiel handelt und redet nicht um den heißen Brei herum - übertrieben pessimistisch ist man deswegen aber noch lange nicht, zumal der Hanauer Überraschungscoup in Grenzau die eigene Situation ein wenig verbessert hat. „Unsere Mannschaft ist sehr gut vorbereitet und wir müssen und werden dieses Spiel gewinnen“, ist TTF-Manager Kristijan Pejinovic überzeugt. Rainer Ihle weiß, dass letztlich nur eigene Siege zählen: „Das Ergebnis des Nachholspiels in Grenzau hat uns natürlich in die Karten gespielt, aber nun sind wir selbst am Zug. Bei einem Erfolg wären wir wieder bei der Musik und könnten eine Serie starten.“
Ochsenhausens Präsident zeigt großen Respekt vor Fuldas Defensivass Wang Xi und hofft, dass es endlich einem seiner Akteure gelingen möge, den am 1. Januar 26 Jahre alt gewordenen Chinesen zu knacken: „Das ist ein phantastischer Spieler, der fast keine Blöße zeigt. Dennoch wird es mal Zeit, dass einer unserer Spieler gegen Wang Xi gewinnt. Egal wer.“ Einen Seitenhieb auf die ITTF mochte sich Ihle indes nicht verkneifen: „Chuang kommt erst am Montag vom Pro-Tour-Finale aus Macao zurück. So macht der Verband die Vereine kaputt.“ Chuang hatte bei den Grand Finals übrigens im Achtelfinale in fünf Sätzen gegen den Chinesen Hao Shuai die Segel streichen müssen.
Claus-Dieter Schad sieht dem Duell mit Spannung entgegen: „Wir freuen uns auf die Neuauflage des Halbfinales des Final Four. Nachdem uns in Dormund ein klein wenig das Glück gefehlt hat - immerhin hatte Robert Svensson das Match im fünften Satz gegen Crisan beim Stande von 6:4 eigentlich schon in der Hand - sollte es dieses Mal umgekehrt ausgehen. Es treffen zwei absolute Top-Teams aufeinander, Spannung pur ist angesagt. Es wird wieder extrem enge Spiele geben.“
Fuldas Vizepräsident analysiert die Ausgangslage: „Für Ochsenhausen geht es um unglaublich viel, bei einer Niederlage hätte man schon acht Punkte Rückstand zum zweiten Tabellenplatz. Wir haben zwar momentan ein kleines Play-Off-Polster, aber unsere Jungs dürfen auf keinen Fall nachlassen, unsere Position ist keinesfalls so sicher, wie es der zweite Tabellenplatz vermuten lässt.“ Schad untermauert dies mit dem Blick auf den Fuldaer Spielplan der nächsten Wochen: „Wir haben ein extrem schweres Jahresauftaktprogramm: Kurz hintereinander Ochsenhausen, Saarbrücken, Plüderhausen und dann Düsseldorf. Selbst die Jülicher sind am kommenden Freitag in unserer Wilmingtonhalle in ihrem Abstiegskampf nicht zu unterschätzen. Bei diesem „Höllenprogramm“ käme uns ein Auftaktsieg gegen Ochsenhausen schon ganz gelegen.“
Quelle: DTTL-Mediendienst; Dr. Stephan Roscher


